CV Lang

Hagia Pastor, eine der ganz grossen Chopin-Interpretinnen des 21. Jahrhunderts, erregte internationale Aufmerksamkeit von Publikum und Kritikern mit ihren Konzerten in verschiedenen Ländern Europas. Hagia Pastor ist nicht nur eine tief leidenschaftliche und engagierte Musikerin, deren pianistische Fähigkeiten eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielen; sie ist eine Frau mit mehreren Talenten, weit über das Instrument hinaus, das sie mit unvergleichlichem poetischen Ausdruck und technischem Können spielt. Hagia Pastor ist sowohl als Pianistin als auch als Dirigentin tätig.

Ihre CD-Aufnahmen mit Klavierwerken von Liszt und Chopin haben äusserst positive Reaktionen hervorgerufen. Die letzte CD wurde von den Kritikern als «absolut sensationell» gefeiert, und die Interpretationskunst von Hagia Pastor wurde als «nicht nur technisch auf dem Niveau der Besten» bezeichnet.

Ihre Konzerttätigkeit führte Hagia Pastor bisher durch ganz Europa und Russland, wo sie mit renommierten Orchestern aufgetreten ist. Ausserdem ist sie Preis-trägerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe.

Ihre Auftritte werden immer wieder als souverän, virtuos, charmant, ausdrucksvoll, meisterhaft, elegant, poetisch, hervorragend gerühmt.

Die in der Schweiz lebende Pianistin gab mit 12 Jahren ihr erstes Konzert mit dem Sinfonischen Orchester Rostoff, mit dem sie Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488 interpretierte. Ein Jahr später spielte sie ihr erstes Rezital in der Philharmonie ihrer Heimatstadt Sotchi. Die weiteren Jahre verbrachte sie in Zusammenarbeit mit dem Kammerorchester Sotchi. Während dieser Zeit spielte sie unter Dirigenten wie Ivanov, Kogan und Vasiljev Konzerte von Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms und Prokofieff.

Die Künstlerin verfügt über ein umfangreiches Repertoire, das Werke von Barock bis zur Moderne umspannt. Ganz besonders aber schlägt ihr Herz für die Musik der Romantik: Chopin, Schumann, Liszt, Brahms und Mendelssohn stehen deshalb häufig auf ihren Konzertprogrammen.

«Das Wichtigste für mich ist die Ehrlichkeit, und hier meine ich in erster Linie die Ehrlichkeit zu mir selbst. Täglich gewinne ich neue Erkenntnisse über mich, die in mein Spiel einfliessen. Auf der Bühne bin ich seelisch unverhüllt. Ich kann nichts verbergen und drücke aus, was in meiner Seele ist.»

Ihr wissenschaftliches Interesse führte Hagia Pastor 2008 zum Doktorat an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien mit der Dissertation «Untersuchung der Auftrittsleistung von Pianisten im Zusammenhang mit Medikamenteneinnahme». Dank ihrer Bühnenerfahrung und ihrer Forschungen auf dem Gebiet des Lampenfiebers gibt die Pianistin Vorlesungen, Seminare und Symposien zur Bewältigung von Bühnenangst und ihrer Auswirkung auf die Interpreten.

Zurzeit entsteht Hagia Pastors zweite CD, die dem Komponisten Franz Liszt gewidmet ist.